23. Oberpfälzer
BAUMESSE

03./04. März 2018
SA + SO 10-18 Uhr

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Messeneuheiten

Ziemlich smart: Das Haus denkt mit

Nie wieder vergessen, die Heizung beim Lüften herunter zu drehen oder mit automatischen Abläufen Einbrecher fern halten: Intelligente Gebäudeausstattung hilft beim Energiesparen und erhöht die Sicherheit.

Wer heute baut oder umfangreicher modernisiert, kann sich entscheiden: Möchte er die Heizung in jedem Raum per Hand regulieren und die Rollläden abends eigenhändig herunterlassen – oder soll eine moderne Gebäudesystemtechnik diese und viele weitere Tätigkeiten übernehmen? Sie macht aus einem „normalen“ Haus ein „intelligentes“ Haus, denn sie vernetzt und automatisiert die verschiedenen gebäudetechnischen Funktionen. Das intelligente Haus übernimmt vollkommen selbständig tägliche Routineanwendungen und hilft durch automatisierte Abläufe beim Energiesparen, wobei man natürlich trotzdem stets manuell eingreifen kann.

Energie sparen
Ein alltägliches Problem: Wird zuhause gelüftet, müssen die Heizkörperventile herunter gedreht werden, ansonsten geht wertvolle Energie verloren. Nicht aber im intelligenten Haus: Die schlaue Technik denkt mit und reguliert die Heizung automatisch, sobald ein Fenster gekippt wird.

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Sicherheit gewinnen
Neben dem Einbau geeigneter Einbruchmeldeanlagen, der grundsätzlich zu empfehlen ist und unter Umständen auch gefördert wird, lässt sich mit einem intelligenten Haus die passive Sicherheit eines Hauses erhöhen.
So lässt sich z.B. während des Urlaubs eine komplexe Abfolge von Aktionen einstellen, die nicht nur oberflächlich den Eindruck eines bewohnten Hauses erwecken, sondern so echt wirken, als wäre tatsächlich jemand im Haus. Koppelt man die automatischen Abläufe z.B. mit einem Bewegungsmelder, erhöht das die Sicherheit zusätzlich.
Sobald der Bewegungsmelder eine sich bewegende Wärmequelle erfasst, wird automatisch das Licht eingeschaltet – Innen wie Außen. Einbrecher können auf diese Weise daran gehindert werden, das Haus oder die Wohnung überhaupt erst zu betreten. Dafür ist es sinnvoll, nicht nur den Eingangsbereich mit Bewegungsmeldern zu versehen sondern ebenso den Garten. Bei der Installation im Außenbereich sollte darauf geachtet werden, dass das Gerät nicht manipuliert werden kann.

Türkommunikation:
Sehen, was draußen los ist
Nicht jeder Täter will unbemerkt bleiben: Mancher Dieb oder Trickbetrüger klingelt ganz dreist an der Wohnungstür der Opfer. Für noch mehr Sicherheit sorgt daher der Einbau eines Türkommunikationssystems mit Videokameras. Ein farbiges Display gibt sofort Aufschluss über die Identität des Besuchers. Per Türsprechanlage lässt sich der ungebetene Gast besser abwimmeln, als bei geöffneter Wohnungstür. Weitere innovative Bestandteile der Türkommunikation sind ein digitaler Zoom und die Option, Ton und Bild aufzuzeichnen. Klingelt der Besucher an der Tür, wird er automatisch aufgenommen und das Kamerabild mit Uhrzeit abgespeichert. Heute lassen sich Türkommunikationssysteme ebenfalls in andere technische Systeme integrieren, wodurch die Anwendungen sogar auf dem Smartphone, PC- oder Fernsehbildschirmen verfügbar sind.

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Möglichkeiten vielseitig
Der Fachmann kann im automatisierten Haus Szenen für bestimmte Situationen oder Stimmungen program- mieren. Mit nur einem Knopfdruck stellt sich dann beispielsweise das Haus für das Abendessen ein: Das Licht über dem Esstisch geht an und das Radio spielt Musik. Mit einem Gute-Nacht-Schalter werden die Lichter im Haus aus-, die Nachtischlampen im Schlafzimmer ein- und alle gewünschten Geräte ausgeschaltet. Die Heizung in allen Räumen wird nach unten reguliert und die Alarmanlage aktiviert. Ein weiteres praktisches Detail: Durch einen zentralen Schalter lassen sich beim Verlassen des Hauses die komplette Beleuchtung, die Audio- und HiFi-Geräte sowie Haushaltsgeräte, zum Beispiel die Kaffeemaschine, gleichzeitig ausschalten. Die Heizung kann auf Energiesparmodus gefahren und von unterwegs können die verschiedenen Funktionen bequem über ein Smartphone gesteuert werden.

Das steckt dahinter
Basis dieser umfassenden Vernetzung ist entweder ein Bussystem (zum Beispiel auf KNX-Basis) oder eine drahtlose Zwei-Wege-Funktechnologie. Sämtliche gebäudetechnischen Komponenten werden mit einer Art „Nervensystem“ verbunden, in dem alle Informationen über entsprechende Schnittstellen untereinander verteilt werden. Intelligent wird dieses System durch das Zusammenspiel von Sensoren und Aktoren, also Steuer- und Regeleinrichtungen wie Raumtemperaturregler, Bewegungssensoren, Regen-, Wind- und Außentemperatur- oder Helligkeitssensoren sowie automatische Motorantriebe für die Rollläden und Jalousien.

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Energiesparen im vernetzten Haus
Mit einer Gebäudesystemtechnik lässt sich auch eine Menge Energie einsparen. Die Heizung oder Klimaanlage kann mit Zeit- und Temperatursensoren gekoppelt werden, die die Jalousien und Rollläden automatisch herunterfahren. Im Winter bleibt so die Wärme abends im Raum, im Sommer schützt die Jalousie vor zu starker Erwärmung durch Sonneneinstrahlung. Das Einsparpotenzial bei der Heizenergie durch eine Einzelraumregelung, die für optimale Temperaturen in den verschiedenen Räumen sorgt, liegt beispielsweise bei bis zu 30 Prozent. Eine automatisierte Beleuchtung mit Präsenzschaltung senkt Ihren Verbrauch um bis zu 25 Prozent. Studien haben ergeben, dass in einem vernetzten Haus insgesamt bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden können.

 

benjamin faerber

 

„Die einfachste Form Einbrecher fern zu halten, ist Anwesenheit zu simulieren. Dazu können SmartHome-Systeme einen wertvollen Beitrag liefern: Rollos oder Beleuchtung kann von unterwegs aus ganz individuell bedient werden und man kann so ganz einfach den Anschein erwecken, zuhause zu sein.“

Benjamin Färber,
Geschäftsführer Elektrotechnik Färber GmbH

Weitere Informationen gibt es im Erdgeschoss auf Stand Nr. 20 + 21